SUBVENTIONEN
Warum es dieses Komitee gibt
Wir setzen uns in Cham für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Wohnraumpolitik ein.
Im Herbst 2025 haben wir Chamer der Gesamtrevision des Zonenplans und der Bauordnung zugestimmt. Ein Kernelement dieser Gesamtrevision war die Förderung des preisgünstigen Wohnungsbau, welcher der Gemeinderat vorbildlich mit vier konkreten Massnahmen vorgeschlagen hat. Nun soll ein neues Reglement Wohnbauförderung her, bevor die Massnahmen der Gesamtrevision überhaupt umgesetzt sind.
Die vier Abstimmungsfragen vom 8. März 2026 greifen stark in den Wohnungsmarkt ein, verursachen hohe Kosten und schaffen zusätzliche Bürokratie in der Verwaltung. Besonders problematisch sind Mietzinszuschüsse auf Basis eines neuen Reglements, welche hohe Mieten mit Steuergeld stützen und die Nachfrage erhöhen.
Wir sehen den Hebel in folgenden Bereichen um der Problematik nachhaltig entgegen zu wirken:
Schaffung weiterer WFG-Wohnungen.
(Durch Annahme des neuen Zonenplan und der neuen Bauordnung wude der Grundstein gelegt, damit diese Wohnungen entstehen)
Schlankere Baubewilligungsverfahren.
(Ist in Umsetzung als Massnahme 1.5 der kantonalen Wohnraumstrategie, jedoch kein Bestandteil dieser Abstimmung)
Erhöhung der Ausnutzungsziffer (aGF) beim Erstellen von WFG Wohnungen.
(Durch die Annahme der neuen Bauordnung bereits berücksichtigt => Bauordnung § 14 Abs. 1 )
Ausschöpfung der Möglichkeit neuer Einzonungen für WFG Wohnungen.
(Im neuen Zonenplan 2025 bereits realisiert. Im Gebiet Spiess rund 6’500 Quadratmeter für preisgünstigen Wohnungsbau eingezont)
Ermöglichen von Umnutzungen oder teilweiser Umnutzung von leerstehenden, geeigneten Bürogebäuden in WFG Wohnungen.
(Diese Massnahme sollte auf Grund des Überangebotes an Büroflächen weiter verfolgt werden. Ist aber nicht Bestandteil der Abstimmung vom 8. März 2026)
Motivation zum Bauen.
Baulandeigentümer zum Bauen und der möglichen Mehrausnutzung für den Bau von WFG Wohnungen animieren.
(Für das braucht es weder ein neues Reglement noch höhere Finanzkompetenzen für den Gemeinderat)
Wirkung wohnungspolitischer Massnahmen (Kanton Zürich)
Quelle: Wüest Partner
Quellen zu Wohnnungspolitik
Das Fazit dieser Grafik
Die Grafik zeigt deutlich – nicht jede wohnungspolitische Massnahme wirkt gleich gut.
Massnahmen, die mehr Wohnraum ermöglichen, haben den grössten und nachhaltigsten Effekt.
Dazu gehören schnellere Bewilligungsverfahren, Bauen im Bestand und höhere Ausnützungsziffern.
Sie erweitern das Angebot und entlasten den Markt langfristig.
Hingegen zeigen Mietsubventionen und direkte Eingriffe in die Mietpreise kaum Wirkung auf das Wohnungsangebot.
Sie senken Mieten nicht dauerhaft und bergen das Risiko, den Markt weiter zu verzerren.
Das zentrale Ergebnis
Wer die Wohnungsnot lindern will, muss das Angebot erhöhen.
Gut gemeinte Subventionen ersetzen keine zusätzlichen Wohnungen.








